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Adamy

Die fränkische Torhalle und Klosterkirche zu Lorsch

Mit Rudolf Adamys monographischer Beschreibung und Einordnung der Lorscher 'Königshalle' beginnt die wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem einzigartigen Bauwerk in Lorsch an der Bergstraße auf der Grundlage archäologischer Untersuchen, die Adamy im Auftrag des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen zwischen 1888 und 1890 durchführen konnte. Adamy sah in dem Bauwerk die ursprüngliche Klosterpforte, den westlichen Atriumsabschluss seien nach altchristlichem Vorbild entstandenen Gebäudearrangements und steht damit ganz im Einklang mit der geltenden Meinung der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Der Leser der Monographie Adamys wird die vielen forschungsgeschichtlich interessanten Details rasch zu schätzen lernen. Nur wenige Photographien aus dem zu Ende gehenden 19. Jahrhundert zeigen - und das leider auch nur sehr undeutlich - die 1888 noch gegebene räumliche Umgebung der 'Königshalle', die ja spätestens am Ende des 17. Jahrhunderts als Kapelle eines kleinen kurmainzischen Schlösschens (Kurfürstliches Haus) eingerichtet wurde, dessen Wirtschaftsgebäude sich unter anderem im Bereich der erst nach den Grabungen Adamys entstandenen Baulichkeiten befanden – also dort, wo die Revierförsterei ihren heutigen Sitz hat. Adamy hat die topographische Entwicklung der Örtlichkeit, die heute so ganz anders aussieht, nicht zuletzt auf der Basis heute verlorenen Archivmaterials durchgeführt.

Faksimila der Ausgabe von 1891. 2000. VI u. 59 S. mit zahlreichen Abbildungen und 5 Tafeln, Format 24,3 x 33,5 cm, Festeinband